|
Die sagenumwobenen Frauenfiguren Jeanne d’Arc, als linksrheinische Französin, und Loreley, die rechtsrheinische Deutsche, werden im 19. Jahrhundert zu Projektionsflächen aufkeimenden Nationalismus’. Anhand der Verehrung dieser Frauen entfalten sich sowohl nationale Identität als auch die Abgrenzung zur benachbarten Nation.
Doch wie reagierte die Musik auf diesen Komplex?
Vor allem Franz Liszt, der sowohl Loreley als auch Jeanne musikalisch darstellte, gilt in diesem Zusammenhang als spannende Figur. Als Komponist und Musiker nirgends klar zuzuordnen, gilt er als eine Art europäisches Chamäleon heimisch in Paris, Frankreich, Deutschland, k.u.k. Österreich.
Der Liederabend zu Loreley & Jeanne wird dem Enigma, der Faszination beider Figuren nachspüren ohne politische Konnotation, sondern mit Feingespür für den mythischen Facettenreichtum beider Frauenfiguren, weshalb neben Verdi, Wagner und Tschaikowski auch die Komponistin Clara Schumann ihren Raum bekommen wird.
Werke von Liszt, Clara & Robert Schumann, Verdi,
Wagner und Tschaikowski
Josefine Göhmann (Gesang)
Schaghajegh Nosrati (Klavier)
|